Wabi Sabi

Steil in Serpentinen windet hinauf sich die Straße

Verwandelt hat der Herbst den Wald

Verschwenderischer Schmied des Blattgolds

Hinein durch unscheinbares Tor

Der Wald ist hier der gleiche

Der Zaun verflimmert im Gegenlicht tiefer Sonne

Am Trauerweg scheint er aufgelöst

Im Waldesinneren schläft Damwild

Wir waren, was ihr seid

Wir sind, was ihr werdet

Neben rotem Ahorn verwittert der Stein

Im Gräberfeld tauchen bisweilen sie auf

Gießkannen und Blumenschalen zur anderen Seite tragend

Nach getaner Arbeit kehren sie lächelnd zum Tor, geerdet

Quod sumus, hoc eritis.

An der Haltestelle wird es ruhig,

Abend fällt im Wald

Fast unlesbar das Fahrplanschild dunkelt

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