Namasté

Ein Polyresin-Buddha grüßt friedfertig den Dezemberfrühling

Und Vögel singen am Morgen auf Brautschau und kahlen Ästen

Namasté! Namasté!

Die Hand – sich geben wollend – zuckt im letzten Moment wie

Phantomschmerz im Bein, das nicht mehr ist, wo es war

Rückt dann den Mundschutz zurück auf die Nase

Mund wie Nase, Jacke wie Hose

Sind klamm wie die Hand, wie der Fuß

Des Nachbarn Schmuck überstrahlt des Nachbarn Schmuck

Überglänzt ihn, überleuchtet die Konkurrenz, geborgen in der Schutzzone,

der Schmuck stammt aus der Zeit davor, übersommerte in den Kellern

Und in der Senke,

hinten, unter der pulsierenden Lichterkette,

hat einer einen Stapel Angst vergraben

Nur jeden zweiten oder dritten Moment scheint sie auf

in der Stille der Nacht

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